Am 30.06.2018 um 6:45 Uhr war es soweit. Alex K. Andreas, Sven, Jonny, Thorsten, Flo und Tomäs trafen sich am Bahnhof in Lauda zur Abfahrt nach Schlüchtern. Startpunkt der legendären Schmuglerroute; besser bekannt als der > Eselsweg. Mit einer Länge von 111 Km (ohne Umwege) und ca. 2.100 Hm ging es 2 Tage vom hessischen Schlüchtern auf Trails, Waldwegen und teilweise sehr sandigem Untergrund quer durch den Spessart bis zum bayrischen Großheubach bei Miltenberg.
Aber von Anfang an:
Auf dem Weg von Gerlachsheim nach Lauda stellte sich mir die Frage: „Schafft es Sven noch knapper vor Abfahrt des Zuges in Lauda am Bahnhof zu erscheinen? Und was ist mit Flo; hat er wieder eine hübsche Polizistin gefunden, die ihn nach Hause bringt und kann er deswegen an unserem Event wieder nicht teilnehmen? Aber siehe da… der mit den Fahrkarten (ich), war der letzte am Bahnhof.
Von Lauda ging es zunächst mit der Bummelbahn bis nach Würzburg. Weiter ging es mit dem IC und später wieder mit der Bummelbahn bis zum Bahnhof Schlüchtern. Direkt vom Bahnhof aus startete der Eselsweg mit einem flowigen Trail hinunter in die Ortschaft. Dies ließ die Euphorie aller schlagartig steigen. Kurz nach Schlüchtern wurde jedoch allen wieder klar, da waren doch noch etwas über 2.000 Hm, die es zu überwinden galt; und hier sollte der Anfang gemacht werden. Also kurbelten wir uns die nächsten 25 – 30 Minuten auf den Hohenzoller Berg. Allen voran Flo, der diesen ersten Anstieg zum Aufwärmen nutzte, während der ein oder andere schon recht schwitzte und sich fragte: „Warum tu ich mir den Sch… bloß immer wieder an?“
Oben angekommen ging es die nächsten 1,5 – 2 Stunden unter leichtem auf und ab weiter Richtung Mernes und Flörsbach. Einen ersten kurzen Stopp gab es in der Nähe eines kleinen Freizeitparks. Hier wunderten sich alle, was Alex K. bei dieser Hitze alles essen konnte und vor allem, was noch so alles an Essbarem aus seinem Rucksackkommen würde. Soviel vorab: Alex K. wurde von Andreas getoppt, der gefühlt eine ganze Bananenstaude in seinem Rucksack dabei hatte. Anders waren die ca. 10 Bananen nicht erklärbar. Da es mit über 30 Grad doch sehr heiß war, entschieden die CS-Members nach ungefähr 35 Km in Lettgenbrunn eine kleine Rast einzulegen. Der XXL-Schnitzelwirt hatte leider geschlossen. Also gab es in der nächsten Kneipe für jeden eine Suppe; was bei den Temperaturen und angesichts dessen, dass erst die halbe Strecke des ersten Tages geschafft war vielleicht nicht das Schlechteste war. Nach dieser „Stärkung“ ging es unmittelbar nach dem Sägewerk, wer hätte es gedacht, erst einmal wieder bergauf. Oben angekommen, ging es über Wiesenwege und Trails durch den Wald Richtung Bikerkneipe „Engländer“ in der Nähe von Heigenbrücken. Die Trails und Abfahrten hatten für jeden der CS-Members etwas zu bieten. Nur Sven konnte als einziger leider das Mountainbikeglück nicht wirklich genießen. Unser Großer hatte richtig heftig Rückenschmerzen. Doch wer ihn kennt weiß, dass er sich bis zum Schluß durchbeist. Er war sogar zu stolz den Inhalt seines Rucksacks auf die anderen aufzuteilen. Beim Engländer angekommen ließen wir uns Schmalzbrote, Handkäs mit Musik sowie ein paar Bier und Radler schmecken. Danach ging es auf der Landesstraße ca. 3 Km nur bergab bis nach Heigenbrücken. In Heigenbrücken führte uns Jonny, der sich bis zu diesem Zeitpunkt beim Guiden keinen Fehler erlaubte zur Unterkunft. Der Weg führte eine knapp über 20ig prozentige Steigung hoch zur Unterkunft. Nur, dass oben nicht unsere Unterkunft war! Nach etwas hin und her und Witzen auf Jonnys Kosten, erreichten wir schließlich so gegen 18:30 Uhr unsere Unterkunft. Bei halben Hähnchen, SchniPoSa und ein paar Bier in der Dorfkneipe ging dann der erste Tag dem Ende entgegen.
Pünktlich um 8:30 Uhr am nächsten morgen trafen sich alle wieder zum Frühstück. Da erzählte uns unsere Gastgeberin dann auch, dass sie vor nicht allzu langer Zeit eine Radgruppehatte, die am Vorabend so getrunken hatte, das sie am nächsten Tag kaum weiterfahren konnte. Unser Flo gab als Antwort nur etwas Unverständliches in die Richtung, dass dies kaum nachvollziehbar sei. Leider gab es an diesem Tag aber tatsächlich auch Verluste. So mussten wir unseren Sven aufgrund seiner Rückenprobleme zurücklassen. Nach kurzer Verabschiedung machten sich die verblieben sechs Fahrer an die restlichen 60 Km von Heigenbrücken zum Kloster Engelsberg bei Großheubach. Der zweite Tag war stärker als der erste geprägt von schönen Trails und interessanten Abfahrten, die teilweise technisch anspruchsvoll, steil und felsig verblockt waren. Thorsten war so im Fahrtmodus, dass er bei der ersten Einkehrmöglichkeit kurz vor Mittagzwischen Weibersbrunn und Wildensee vorschlug weiterzufahren. Einige steile Anstiege, teilweise auf Sand, zwischen Wildensee und Großheubach kosteten dann doch noch einmal einige Körner, so dass mitten im Wald noch einmal eine kurze Pause eingelegt wurde. Hier (wohlgemerkt am 2. Tag) zauberte Andi immer noch kiloweise Bananen aus seinem Rucksack. Nachdem alle gestärkt waren hieß es wieder „Kette rechts“, denn das Kloster(bier) war in greifbarer Nähe. So erreichte die Gruppe nach ungefähr 4 Stunden, 60 Km und guten 1.000 Hm das Kloster Engelberg. Bei ein bis zwei Halben übernahm Andi die Rolle von Sven und stellte fest, dass man Alkfrei nicht trinken konnte. So ging auch der zweite Tag dem Ende entgegen.
Nun ging es nur noch ca. 120 Tiefenmeter hinab zum Bahnhof von Miltenber, ab in den Zug und zurück ins Liebliche Taubertal.
Schön war’s Jungs
Thomas.
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